Bayer Leverkusen - Hannover 96, 19. Spieltag am 30.01.2016 in der BayArena, Leverkusen (Nordrhein-Westfalen). Leverkusens Trainer Roger Schmidt spricht mit Ömer Toprak. Foto: Federico Gambarini/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Seine Karriere war fast vorbei, bevor sie überhaupt anfing. 2009 verletzte sich Ömer Toprak bei einem Unfall auf einer Kartbahn so schwer, dass ihm das Karriereende drohte. Er fiel sieben Monate aus. Im Januar 2010 feierte er schließlich doch sein Bundesligadebüt, sehr zur Freude des SC Freiburg, wo er zum Profifußballer gereift war.

Es sollte ihn nicht lange im Breisgau halten, er folgte bald dem Ruf aus Leverkusen. Dort wurde er zum türkischen Nationalspieler und sammelte erste Erfahrungen in der Champions League.

Ausstiegsklausel im Sommer 2017

Nun steht er im Alter von bald 27 Jahren vor dem nächsten Karrieresprung. Denn es gilt als sicher, dass der in Ravensburg geborene Deutsch-Türke im Sommer, spätestens aber im kommenden Jahr Bayer verlassen wird. Dann nämlich greift eine Ausstiegsklausel, mit der er für festgeschriebene 12 Millionen Euro den Verein verlassen kann.

Wann es wohin geht, ist derzeit auch von Mats Hummels abhängig. Sollte der BVB-Star in diesem Sommer zu Bayern München wechseln, wird Dortmund alles dafür tun, Toprak zu verpflichten. BVB-Boss Watzke zufolge steht eine Entscheidung in den nächsten Tagen an.

Falls Hummels bleibt, könnte es für Toprak ins Ausland gehen. Denn wie der „Kicker“ berichtet, ist er ins Visier von Juventus Turin geraten, das seine in die Jahre gekommene Abwehr einer Verjüngungskur unterziehen will.

Am Samstag saß nach „Kicker“-Informationen Fabio Paratici, Sport-Direktor des italienischen Serienmeisters, auf der Tribüne im Spiel gegen Mönchengladbach. Leverkusen kommt das Interesse gelegen, schließlich sitzt es am längeren Hebel und kann in diesem Jahr die Ablöse frei verhandeln.

Comeback für die Türkei? „Kein neuer Stand“

Sollte Toprak wider Erwarten bei der Euro 2016 ein Comeback in der türkischen Nationalmannschaft feiern, für die er nach der „Pistolen-Affäre“ seit fast zwei Jahren kein Spiel mehr bestritten hat, könnte das die Verhandlungsposition Bayers zusätzlich stärken. „Da gibt es zur Zeit keinen neuen Stand der Dinge“, erklärte der Verein auf DTJ-Anfrage.

Am 30. Mai muss Fatih Terim seinen EM-Kader benennen. Spätestens dann wird wahrscheinlich feststehen, wie es mit Ömer Toprak weitergeht.