Nachrichtenagentur Anadolu: Türkei bestellt iranischen und russischen Botschafter ein

Nach Luftangriffen in der syrischen Provinz Idlib hat das türkische Außenministerium in Ankara nach einem Bericht den russischen und den iranischen Botschafter einbestellt. Grund sei die Beunruhigung über das Vorgehen der Regierung von Baschar al-Assad in Idlib, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur am Dienstag.

Russland und der als Verbündete der Regierung und die als Unterstützer der Rebellen hatten Idlib im vergangenen Jahr zu einer sogenannten Deeskalationszone erklärt. Dennoch nahm die Gewalt in dem Gebiet an der Grenze zur Türkei zuletzt zu.

21 Zivile waren ums Leben gekommen

Am Sonntag waren nach Angaben von Aktivisten bei Luftschlägen in der nordwestlichen Provinz mindestens 21 Zivilisten ums Leben gekommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte macht die syrische und die russische Luftwaffe für die Bombardierungen verantwortlich.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu warf der syrischen Regierung nach Angaben von Anadolu vor, eine politische Lösung in zu untergraben. Unter dem Vorwand, gegen den Al-Kaida-Ableger Fatah al-Scham, die frühere Al-Nusra-Front, zu kämpfen, «greifen die Streitkräfte des Regimes in auch gemäßigte Oppositionelle an», sagte Cavusoglu demnach. «Diese Haltung sabotiert den politischen Lösungsprozess.»

Idlib ist die einzige Provinz in Syrien, die noch von Rebellen kontrolliert wird. Sie werden vom syrischen Ableger der Al-Kaida dominiert.

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dpa/dtj

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