Namibia: Ein afrikanisches Ressourcen- und Investitionsparadies

„Was für ein Land!“ hört man Namibia-Touristen sagen, die braun gebrannt nach Deutschland zurückkehren. In der ehemals deutschen Kolonie („Deutsch-Südwestafrika“) spiegelt sich die gesamte Faszination Afrikas wider. Der Unternehmerverband BUV erkannte hinter der Magie der Farben und der Natur inmitten der afrikanischen Idylle aber noch mehr als nur eine landschaftliche Augenweide. Was nämlich mit Blick auf Namibia noch viel zu wenig beachtet wird, ist, dass dieses Land ein noch viel größeres Wirtschaftspotenzial aufweist als selbst spürbar im Aufwind befindliche andere Staaten des Kontinents. Namibia ist ein Land, in dem so gut wie alles möglich ist. Es ist nicht nur ein Zukunftsmarkt, sondern mit der richtigen Investition sogar eine „Renditemaschine“ inmitten Afrikas.

Die Attraktivität Namibias liegt vor allem in der massiven Ausbaufähigkeit der ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit. Nach erst zwanzig Jahren Unabhängigkeit beträgt das BIP pro Kopf im Land bereits an die 4000 Euro. Das ist ein Wert, der mit der in Europa liegenden Ukraine vergleichbar ist. Außerdem lag das durchschnittliche reale Wachstum des BIP Namibias pro Kopf 2012 bei beachtlichen 4,2 Prozent. Es ist – auch wenn man natürlich von einem völlig anderen Level ausgeht – ein enorm hoher Wert, wenn man bedenkt, dass das Wachstum in Deutschland im gleichen Jahr gerade mal 0,5% betrug. Angesichts dieser vielversprechenden Zahlen wollte sich eine BUV- Delegation vor Ort vom tatsächlichen Potenzial Namibias überzeugen und reiste kürzlich im Rahmen einer Fact-Finding-Mission ins Land. Und man bereute es nicht. „Es tut sich was im Land und es scheint Erfolg zu haben“, berichtet ein Delegationsmitglied.

Investitionen in Namibia sind sicher

Der Generalsekretär des BUV, Önder Kurt, bezeichnet Namibia als „Geheimtipp unter Investoren“. Vor allem können sich die zahlreichen Mitglieder des BUV nicht nur über einen exotischen Investitionspartner freuen, sondern auch über ein afrikanisches Land mit einer stabilen Demokratie, welches seit Jahren eine beeindruckende und stetige Wirtschaftsentwicklung vorlegt. Für afrikanische Verhältnisse existiert auch eine gut ausgebaute Infrastruktur und es wird eine stabilitätsorientierte Finanzpolitik betrieben.

Afrika gewinnt für den deutschen Außenhandel zunehmend an Bedeutung. Der BUV möchte, dass seine Mitglieder von dieser Entwicklung profitieren und diese weiter voranbringen. Laut „Vision 2030″, dem langfristigen nationalen Entwicklungsplan Namibias, möchte das Land bis 2030 wirtschaftlich weiter vorrücken und sich den Industrienationen annähern. Namibia möchte in Punkto Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt in den kommenden Jahren noch weiter und massiv an Boden gewinnen.

Namibia gilt – und das ist gerade in Afrika ein entscheidender Faktor – als sicherer Investitionsstandort. Chancen liegen vor allem in der Förderung mineralischer Rohstoffe wie Diamanten, Uran und Kupfer, in der Fischerei und im Tourismus. Die namibische Gesellschaft ist zudem immer stärker konsumaffin geworden. Vor allem die starke Mittel- und Oberschicht des Landes strebt immer offener nach einem westlich-europäischen Lebensstil. Dies macht europäische Güter sehr attraktiv. Gerade deutsche Importe sind bei den Afrikanern sehr gefragt, weiß der Unternehmerverband BUV, zumal Deutsch in Namibia immer noch zu den Nationalsprachen gehört, die auch noch von vielen Menschen gesprochen und verstanden wird.

Seminarreihe in Deutschland geplant

Oberflächliche Beobachter Afrikas kennen das Potenzial Namibias noch nicht – und genau das kann den entscheidenden Unterschied für den frühen Investor ausmachen. Kaum jemand weiß, dass seit der Beendigung des Hafenausbaus von Walvis Bay der Containerumschlag um ganze 800 Prozent angestiegen ist. Walvis Bay ist eine in der Region höchst bedeutende Hafenstadt. Namibia ist zudem ein überregional bedeutender Verkehrsknotenpunkt für nationale und internationale Transporte. Es verbindet die Regionalmacht Südafrika mit den vielen aufstrebenden Staaten Ostafrikas.

In diesem Zusammenhang plant der BUV in Deutschland, in einer gemeinsamen Seminarreihe mit Wirtschaftsvertretern aus Namibia die regionale Bedeutung des Landes herauszustreichen und auch einen Beitrag zum interkulturellen Austausch zu leisten.

Namibia bietet zahlreiche Investitionsmöglichkeiten und wurde schon von vielen Investoren zum Zukunftsmarkt erklärt. Osman Kımıl, der Vorsitzende des Verbandes, spricht von einem riesigen Land, das sehr gut in globale Märkte integriert ist. Diese Chancen sollte man für den eigenen wirtschaftlichen Erfolg unbedingt nutzen.