Moscheebilder im Bad

Neuer Boykott-Aufreger um Real-Onlineshop

Es gibt einen neuen Boykott-Aufruf gegen die Supermarktkette Real. Nachdem sich die Aufregung um die Kurdistan-Produkte zu legen schien, hat die Supermarktkette erneut Ärger mit Kunden. Diesmal geht es um Badmöbel. Nämlich um jene Badmöbel, auf denen die Istanbuler Sultanahmet-Moschee oder der Innenhof einer Moschee in Abu Dhabi zu sehen sind. „Ich finde das nicht richtig und rufe zum boykottieren auf“, schrieb ein Nutzer auf Facebook. Ein anderer beschwerte sich gleich auf der Facebook-Seite von Real: „Nach unserem Glauben ist das Badezimmer ein „unreiner Ort“ und demnach hat dort das Abbild einer Moschee nichts verloren, denn dieMoschee ist für den Muslimen ein Heiliger Ort oder hängen sich Christen etwa im Bad ein Kreuz auf?!“. Tatsächlich gilt das Badezimmer für Muslime als unreiner Ort. 

Real: Produkte werden von Drittanbietern angeboten 

Das DTJ sprach nach dem Boykott-Aufruf wegen den Kurdistan-Produkten mit Real. Dabei macht das Unternehmen auf die Umstellung aufmerksam, die im Frühjahr diesen Jahres vorgenommen wurde: „Bisher zum Frühjahr 2017 war real.de ein reiner Onlineshop. Dieser wurde jedoch mittlerweile zu einem so genannten Online-Marktplatz erweitert. Neben real,- selbst bieten jetzt auch andere Händler (Drittanbieter) über diese Webseite Produkte an. Seit Mitte Februar 2017 bietet der real,- Onlineshop dadurch mittlerweile mehr als 12 Millionen Produkte an. Dadurch werden auch Produktkategorien angeboten, die vorher nicht im real,- Onlineshop erhältlich waren.“
Man könne „..jedoch davon ausgehen, dass alle online auf real.de angebotenen Artikel allen gesetzlichen Anforderungen genügen„, so ein Real-Sprecher. 
 

Anbieter nimmt Produkte aus dem Angebot

Die Produkte werden also von Drittanbietern, ähnlich wie auf Amazon oder Ebay, angeboten. 
Der Boykott-Aufruf scheint diesen Drittanbieter erreicht zu haben. Noch am selben Tag wurden die Produkte nämlich aus dem Netz genommen.  
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