Die US-Regierung hat den Vizepräsidenten der evangelikalen Organisation Samaritan’s Purse, Ken Isaacs, für den Posten des Generaldirektors der Vereinten Nationen für Migration (IOM) nominiert. Isaacs ist seit Jahren durch mehrere muslim-feindliche Äußerungen und Kommentaren in den Sozialen Medien in Kritik geraten.

Wie das „Christianity Today“ am Montag berichtete, hat Isaacs den Islam als eine inhärent gewalttätige Religion bezeichnet. Erst im Juni nach einem Terroranschlag in London behauptete er, dies sei genau das, „was der muslimische Glaube von den Menschen verlangt.“

US-Medien spekulieren, Donald Trumps Nominierung Isaacs für den Posten könnte an einer Bestätigung im Senat scheitern. Vor einigen Tagen hatte die „Washington Post“ einige Stichproben der anti-muslimischen Kommentare Isaacs im Netz mit der Bitte um Stellungnahme an das US-Aussenministerium geschickt. Isaacs entschuldigte sich daraufhin für einige Beiträge. Er versprach, sich an die Standards der Menschlichkeit zu halten, wenn er zum Leiter der IOM gewählt würde.

Der nationale Kommunikationsdirektor des Council on American-Islamic Relations, Ibrahim Hooper, nannte die Nominierung „ein Symptom tiefer Feindseligkeit gegenüber Einwanderern und Muslimen.“ Isaacs könnte im Juni in das Amt gewählt werden. Die IOM verfügt über ein jährliches Budget von fast einer Milliarde US-Dollar.

Isaac war unter Präsident George W. Bush Direktor für internationale Katastrophenhilfe. 2014 zeigt er sich als ein entschiedener Befürworter internationaler Hilfe für Sierra Leone, Guinea und Liberia, um die Ausbreitung von Ebola zu stoppen.

KNA/mit/rno