Die palästinensische Fußball-Nationalmannschaft muss ihre WM-Qualifikationspartien gegen Saudi-Arabien und Malaysia nach einer FIFA-Entscheidung auf neutralem Boden spielen. In Ramallah und nahe Hebron geplante Spiele seien angesichts der gegenwärtigen Sicherheitslage nicht möglich, teilte der Weltverband am Mittwoch in Zürich mit. Bei einem Treffen mit palästinensischen Repräsentanten in Ramallah hätten diese am Dienstag zugegeben, dass sie die Sicherheit bei den Spielen nicht garantieren könnten.

Das für Donnerstag geplantes Spiel der Palästinenser gegen Saudi-Arabien soll nun auf Montag verschoben werden, die Partie gegen Malaysia am 12. November stattfinden. Die FIFA forderte den palästinensischen Fußballverband (PFA) dazu auf, einen neutralen Ort in Asien zu nennen, an dem beide Spiele alternativ stattfinden können.

Der palästinensische Fußballverband äußerte sein Bedauern über die FIFA-Entscheidung. Sie sei „nicht fair für den palästinensischen Sport“, sagte PFA-Sprecher Taisir Nasrallah dem palästinensischen Rundfunk. Man müsse noch entscheiden, ob man die FIFA-Entscheidung akzeptiere.

Seit rund einem Monat erschüttert eine neue Runde der Gewalt die Region. Dabei wurden mehr als 70 Palästinenser und mindestens 9 Israelis getötet. (dtj/dpa)