Die türkische Armee hat nach eigenen Angaben erneut PKK-Stellungen im Nordirak bombardiert. Bei den Luftschlägen in der Region Kandil am Montag seien auch Verstecke der Organisation zerstört worden teilten die türkischen Streitkräfte am Dienstag mit. In den nordirakischen Kandil-Bergen liegt das Hauptquartier der PKK.

Die Türkei geht seit Monaten in einer Großoffensive gegen die PKK im Südosten der Türkei vor. Zurzeit liefern sich Sicherheitskräfte und PKK-Kämpfer Gefechte in Nusaybin nahe der syrischen Grenze und in den Provinzen Şırnak und Hakkâri. Der Generalstab der Türkischen Streitkräfte vermeldete, am Montag in Hakkâri zwei, in Şırnak sechs und in Mardin sieben PKK-Terroristen „außer Gefecht gesetzt“, also getötet, zu haben. Dabei seien große Mengen an Waffen und Munition beschlagnahmt worden.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete am Dienstag, im Bezirk Silopi der Provinz Şırnak sei ein Polizist bei einem Granatenangriff der PKK getötet und vier weitere verletzt worden. Ein Polizist, der bei einem PKK-Anschlag in der vergangenen Woche in Diyarbakır verletzt wurde, sei am Dienstag seinen Verletzungen erlegen. Damit steigt die Opferzahl auf acht.

Ein Waffenstillstand zwischen türkischer Regierung und PKK war im Juli vergangenen Jahres gescheitert. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte am Montag in einer Rede in Ankara erneut deutlich gemacht, dass er nicht an eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche denke. (dpa/ dtj)