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Der hessische Verfassungsschutz hat nach Informationen der «Frankfurter Rundschau» Ende der 90er Jahre einen Hinweis auf «National Sozialistische Untergrundkämpfer Deutschlands» bekommen. Dies gelte auch für mindestens eine weitere Verfassungsschutzbehörde, berichtet das Blatt (Mittwoch). Zumindest in Hessen sei der Hinweis nicht weiterverfolgt worden.

Der Hinweis aus dem Jahr 1999 gehe aus dem internen Bericht über die Aktenprüfung im hessischen Landesamt für Verfassungsschutz hervor, der vom früheren Innenminister Boris Rhein (CDU) 2012 in Auftrag gegeben worden war. In einem Zwischenbericht sei 2013 festgestellt worden, «wie oft interessanten Hinweisen oder Anhaltspunkten zum Zeitpunkt der Datenerhebung nicht wirklich nachgegangen wurde», heißt es in dem Bericht. Als Beispiel wird der Hinweis auf die «National Sozialistischen Untergrundkämpfer Deutschlands» angeführt.

Die rechtsextreme Terrorgruppe «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU) war 2011 aufgeflogen. Dem NSU um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe werden zwischen 2000 und 2007 zehn Morde zur Last gelegt.

dpa