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Nur für den Sommer: Flughäfen wollen Leiharbeiter aus der Türkei holen

Angesichts erheblicher Personalengpässe will die Luftverkehrsbranche in diesem Sommer 2000 Leiharbeiter aus der Türkei an deutschen Flughäfen einsetzen. Den Vorschlag haben mehrere Branchenverbände dem Bundesarbeitsministerium unterbreitet, das rechtliche Hürden aus dem Weg räumen soll. Einen entspr

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Von dtj-online4. Juni 2022
2 Min. Lesezeit
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Angesichts erheblicher Personalengpässe will die Luftverkehrsbranche in diesem Sommer 2000 Leiharbeiter aus der Türkei an deutschen Flughäfen einsetzen. Den Vorschlag haben mehrere Branchenverbände dem Bundesarbeitsministerium unterbreitet, das rechtliche Hürden aus dem Weg räumen soll. Einen entsprechenden Anbieter aus Istanbul habe man bereits an der Hand, der noch vor den Sommerferien "qualifizierte deutschsprechende Beschäftigte" vermitteln und nach Deutschland entsenden könne. In dem am Freitag bekanntgewordenen Schreiben, das der dpa vorliegt, heißt es: "Im Bereich der Bodenverkehrsdienste besteht eine Personalunterdeckung von 2000 Beschäftigten. Eine Möglichkeit, diesen Personalbedarf kurzfristig zu decken, sehen wir in der Rekrutierung von Arbeitskräften aus dem Ausland." Die Arbeitskräfte aus der Türkei sprächen Deutsch auf A2-Niveau und verfügten zudem über zertifizierte Gefahrgut-Schulungen, die den Ansprüchen des Airline-Verbandes IATA genügten. Sie erfüllten zudem die Vorgaben der deutschen Zuverlässigkeitsüberprüfungen. Pauschale Lösung gefordert Demnach solle ein etablierter deutscher Flughafendienstleister die Arbeitskräfte entleihen und nach Bedarf an die Flughäfen verteilen, schlagen die Verbände vor. Ein weiteres Problem soll das Ministerium beseitigen, indem auf die eigentlich fällige Einzelfallprüfung verzichtet werden solle, ob für diese Arbeitsplätze nicht auch inländische Bewerber zur Verfügung stehen. Man wisse aus vielfacher Erfahrung, dass dies nicht der Fall sei und bitte daher um eine pauschale Lösung. Der Vorstoß wird unter anderem vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, dem Flughafenverband ADV, den kommunalen Arbeitgeberverbänden sowie dem Arbeitgeberverband der Bodenverkehrsdienstleister (ABL) unterstützt. dpa/dtj

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