Obama lädt zum Iftar ins Weiße Haus ein

US-Präsident Barack Obama lud am gestrigen Donnerstag amerikanische Muslime ins Weiße Haus ein, um mit ihnen das muslimische Fastenbrechen (Iftar) zu begehen. Bei dem Festessen hielt Obama eine Rede, in der er die amerikanischen Muslime für ihre wertvollen Beiträge bei der Unterstützung des Aufbaus der Vereinigten Staaten als Unternehmer, Technologie-Innovatoren und Pioniere in der Medizin lobte.

Der Ramadan sei eine gute Gelegenheit, diese Verdienste zu würdigen. Er beschrieb den islamischen Fastenmonat als eine „Zeit der Besinnung, einer Chance, Gott seine Hingabe zu zeigen anhand von Gebeten und des Fastens”, aber auch als „die Zeit, in der Familie und mit Freunden zusammenkommen.”

Mittlerweile ist es eine Tradition des Weißen Hauses, zu religiösen Anlässen und Festtagen einzuladen. Das repräsentiere die Vielfalt Amerikas und unterstreiche die Religionsfreiheit, die eine wichtige Errungenschaft sei, betonte Obama.

Der US-Präsident ging in seiner Rede auch auf die Situation im Nahen Osten ein und zeigte sich hinsichtlich einer baldigen Lösung mit Blick auf die politischen Unruhen optimistisch. „Wir arbeiten etwas härter, wir hoffen etwas mehr und wir streben danach, mehr Möglichkeiten für unsere Kinder und die zukünftigen Generationen zu schaffen”, sagte der US-Präsident. „Natürlich ist das nicht nur der amerikanische Traum, es ist das Streben aller Menschen auf der Welt. Es ist der grundlegende, menschliche Wunsch nach Fortschritt, um Würde zu finden, die durch Arbeit entsteht, um unseren Kindern etwas Besseres zu geben.”

Dieses Streben nach ökonomischen Freiheiten und Möglichkeiten, genauso wie nach politischer Freiheit seien „der Ursprung für so viele Änderungen, die wir in den vergangenen Jahren auf unserer Welt gesehen haben, einschließlich Nordafrika, sowie im Nahen Osten.”

In den USA leben derzeit etwa 2,6 Millionen Muslime, wobei einzelne Schätzungen zum Teil höher gehen.