Schwere Vorwürfe aus Österreich: Das österreichische Außenministerium ist nach Angaben aus Regierungskreisen in Wien Opfer eines Hackerangriffs aus der Türkei geworden. „Wir lassen uns nicht durch solche Angriffe einschüchtern. Österreich bleibt bei seiner Haltung zur Türkei“, sagte Außenminister Sebastian Kurz am Samstag. Er ist einer der schärfsten Kritiker der türkischen Regierung. Kurz begrüßte die Entscheidung des EU-Parlaments, die Beitrittsgespräche wegen der Massenfestnahmen in der Türkei vorübergehend einzufrieren.

Der Hackerangriff habe am Freitagabend stattgefunden, hieß es. Das Außenministerium habe seine Internetseite schnell offline genommen, als es eine ungewöhnlich große Zahl an Anfragen registrierte, die die Seite offensichtlich lahmlegen sollten.  Das österreichische Innenministerium prüft, ob ein ähnlicher Hackerangriff auf die Staatsbank ebenfalls von der Türkei aus gestartet wurde.

Eine türkische Hackergruppe hatte sich zudem im Setember zu einem Internetangriff auf den Wiener Flughafen bekannt. Das österreichische Innenministerium prüft zudem, ob ein ähnlicher Hackerangriff auf die Österreichische Nationalbank ebenfalls von der Türkei aus gestartet wurde. (dpa/dtj)