Ölabkommen: „Gazprom Neft“ unterzeichnet Verträge mit Arbil

Der Deal könnte die Spannungen zwischen der Regierung der Autonomen Region Kurdistan und der irakischen Regierung weiter verschärfen, da Bagdad das Recht auf das Abschließen von Ölförderverträgen für sich beansprucht. Jede eigenmächtige Handlung der kurdischen Regierung wird als Provokation bewertet.

„Wir sind zufrieden mit der Arbeit von Gazprom Neft in der Region. Neue Vereinbarungen wurden mit dem russichen Unternehmen bereits in den letzten Tagen getroffen“, wurde Barzani von der Nachrichtenagentur Interfax zitiert. Das zu dem weltweit größten Erdgasförderunternehmen „Gazprom“ gehörende „Gazprom Neft“ kommentierte den Deal mit der kurdischen Regierung nicht. Ob das russische Unternehmen wegen des Vertragsschlusses mit Barzani nun den Ärger der irakischen Zentralregierung in Bagdad auf sich zieht, bleibt abzuwarten.

Das Unternehmen erlangte bereits im August 2012 Anteile an zwei Ölfeldern in der kurdischen Region und hat gleichzeitig einen Vertrag mit der irakischen Regierung für das sog. „Badra-Ölfeld“ südöstlich von Bagdad.

Bereits im Oktober hatte die Regierung der Autonomen Region Kurdistan begonnen, eigenständige Ölabkommen mit ausländischen Konzernen zu schließen und damit die eigene Wirtschaft zu stärken.