Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Ole von Beust hat den türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan vor Kritik in Schutz genommen und seine martialische Rhetorik erklärt.

Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Ole von Beust hat den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan vor Kritik in Schutz genommen. Die Türken seien mit Erdoğan bisher ganz gut gefahren, sagte der frühere CDU-Politiker, der heute für die offizielle Agentur für Investitionsförderung in der Türkei arbeitet, der „Welt am Sonntag“.

Die harschen Töne im Wahlkampf vor den Kommunalwahlen in der Türkei gehörten  quasi zum „Grundvokabular“, erklärte von Beust. Er sei sicher, dass sich Erdoğans bisweilen martialische Rhetorik bald wieder lege.

Die Agentur für Wirtschafts- und Investitionsförderung (ISPAT) ist direkt beim Amt von Ministerpräsident Erdoğan angesiedelt. Korruptionsvorwürfe gegen die Agentur wies von Beust zurück. „Ich würde nicht für eine Organisation arbeiten, von der ich den Eindruck hätte, da laufen krumme Dinge ab“, sagte er. Bei der ISPAT gehe es „völlig unkorrupt“ zu. Gründe, sein Engagement für die türkische Agentur zu beenden, sieht Beust deshalb nicht. (dtj/dpa)