In der zweithöchsten Spielklasse der Türkei spielt der im Sommer letzten Jahres von Ankaraspor FK in Osmanlıspor FK umbenannte gemeindeeigene Fußballverein der türkischen Hauptstadt. Nun hat der Verein eine Inspiration aus dem Präsidentenpalast für seine eigenen Zwecke übernommen.

Beim Saisonheimspiel der 19. Runde der PTT 1. Liga am Sonntag gegen Altınordu hat sich, wie die Nachrichtenagentur Doğan berichtet, eine Gruppe von Fans nach dem Vorbild jener 16 türkischen Krieger mit Fahnen auf der Tribüne aufgestellt, die seit einigen Wochen die Staatsempfänge des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Ak Saray begleiten. Die 16 Krieger sollen die 16 Staaten symbolisieren, die im Laufe der Geschichte von Türken gegründet worden waren.

Dazu dekorierte man das „Osmanische Stadion“ mit Flaggen früherer türkischer Staaten sowie Bannern, die an osmanische Militäreinheiten wie die Janitscharen oder die „Akıncılar“ („Eroberer“) erinnern.

Auf einem Banner hieß es in Anspielung auf die berühmten Worte Sultan Mehmets II. vor den Toren Konstantinopels im Jahre 1453: „O Meisterschaft, ob Du mich ergreifst oder ich Dich – Der Unendliche Osmane“.

Das Projekt des Osmanischen Sportklubs wurde vor einigen Jahren vom Oberbürgermeister Ankaras, Melih Gökçek, und seinem Sohn Osman ins Leben gerufen, der nun Präsident des Vereins ist. Das Thema der „16 Krieger“ ist eine weitere Variante unter den zahlreichen historischen Referenzen, die der Verein in seiner Außendarstellung wählt.

Beim Gegner erweckte der majestätische Auftritt jedoch nur bedingt Ehrfurcht: Am Ende kam Osmanlıspor über ein 1:1 nicht hinaus.