Die Touristenregion Pamukkale ist das meistbesuchte Reiseziel der Türkei 2014 gewesen.

Die Sinterterrassen von Pamukkale und die dazugehörige antike Stadt Hierapolis waren nach Angaben der Vereinigung türkischer Reiseanbieter (TÜRSAB) im Jahr 2014 die meistbesuchten Reiseziele des Landes. Gründe für den Erfolg sollen unter anderem die professionelle internationale Promotion-Arbeit, die erfahrene Mannschaft und das moderne Eingangssystem sein.

TÜRSAB-Präsident Başaran Ulusoy bezeichnete das in der westtürkischen Provinz Denizli gelegene Pamukkale als gelungenes Projekt öffentlich-privater Partnerschaft, bei dem TÜRSAB vor allem im Bereich der Zufriedenstellung von Kunden, im Restaurantmanagement und bei der Gestaltung der Ticketprogramme aktiv mithalf, zufriedenstellende Resultate zu erzielen.

„In den ersten elf Monaten des Jahres besuchten insgesamt 2,18 Mio. Menschen Pamukkale“, schilderte Ulusoy, „auch im November waren es immer noch 73 306. Dies sei ein Zuwachs von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamteinnahmen des Komplexes Pamukkale-Hierapolis betrugen 38 Mio. türkischer Lira im Jahre 2014, wodurch der Ort sowohl hinsichtlich des Besucherandrangs als auch hinsichtlich der Einnahmen an erster Stelle lag. Dahinter folgen die antike Stadt Ephesos nahe İzmir und das Freiluftmuseum Göreme in der Region Kappadokien.“

Die Museumsinitiative von TÜRSAB betrieb im Laufe der vorangegangenen drei Jahre insgesamt 154 Museen und antike Stätten, darunter Pamukkale-Hierapolis.

Ulusoy betonte, vor allem Besucher aus Russland, Japan, der Europäischen Union und Südkorea würden in besonders hohem Maße Interesse an der Stätte zeigen. „In letzter Zeit gab es aber auch einen Anstieg der Besucherzahlen aus Malaysia, Indonesien und Indien“, fügte er hinzu.

Pamukkale profitiert auch von Spezialprogramm des Tourismusministeriums

Dem TÜRSAB-Präsidenten zufolge würden auch die anhaltenden Ausgrabungen das kulturelle Erbe der Stätte Hierapolis weiter anreichern und dank effektiver Werbemaßnahmen auf nationaler wie internationaler Ebene kämen immer mehr Besucher dorthin.

In der Provinz Denizli liegen insgesamt 19 antike Stätten, die als althergebrachte Tourismusperlen erkannt werden sollen. Ein solcher Schritt, so der TÜRSAB-Chef, würde auch die Weiterentwicklung der Tourismus-Infrastruktur unterstützen. „Deshalb steuern wir auch etwas zu den Ausgrabungen in der antiken Stadt Hierapolis bei und unterstützen auch die Arbeit in Laodizea. Wir müssen uns um den Besuch von Touristen bemühen, die Interesse an den antiken Städten zeigen und dadurch auch langfristig gebunden werden. Auch diversifizierte Alternativen sollten durch die Errichtung neuer Restaurants und Hotels geschaffen werden“, betonte Ulusoy.

Auch das von der Administration für Kreislaufwirtschaft innerhalb des Kultur- und Tourismusministeriums (DÖSIMM) initiierte Projekt „Türkei: Das größte Museum der Welt“, in dessen Rahmen die Promotion-Bemühungen für die wichtigsten antiken Stätten der Türkei koordiniert werden, sei sehr hilfreich gewesen, so Ulusoy.