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Tod von Mouhamed D.: Polizeischuss fiel keine Sekunde nach Tasereinsatz

Im Fall um den von der Polizei erschossenen 16-jährigen Mouhamed D. in Dortmund gibt es neue Erkenntnisse, die die Polizei stark belasten. Die Ermittlungen zum Fall des in Dortmund von einem Polizisten erschossenen Jugendlichen neigen sich dem Ende zu. Laut einem Bericht für den Rechtsausschuss des

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Von dtj-online12. November 2022
2 Min. Lesezeit
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Im Fall um den von der Polizei erschossenen 16-jährigen Mouhamed D. in Dortmund gibt es neue Erkenntnisse, die die Polizei stark belasten. Die Ermittlungen zum Fall des in Dortmund von einem Polizisten erschossenen Jugendlichen neigen sich dem Ende zu. Laut einem Bericht für den Rechtsausschuss des Landtags fiel der erste Schuss aus der Maschinenpistole nur 0,717 Sekunden nach einem "wahrnehmbaren Tasergeräusch". Das habe die Analyse einer Tonaufnahme ergeben. "Ich hoffe, in zwei Wochen sämtliche Ermittlungsergebnisse vorliegen zu haben", sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Carsten Dombert am Donnerstag. Danach bekommen zunächst die Anwälte der beschuldigten Beamten Akteneinsicht und haben Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit einer abschließenden Entscheidung, ob Anklage erhoben wird, rechnet Dombert in vier bis sechs Wochen. Den Ermittlern fehlen demnach nur noch wenige Details, etwa ein medizinisches Gutachten steht noch aus. Ermittlungen wegen Körperverletzung mit Todesfolge Die Polizei war am 8. August zu einer Jugendhilfeeinrichtung gerufen worden, wo der unbegleitete Flüchtling aus dem Senegal zunächst gedroht haben soll, sich mit einem Messer zu töten. Er wurde von der Polizei erst mit Pfefferspray und zwei Tasern in Schach gehalten. Schließlich schoss ein Polizist mit einer Maschinenpistole, fünf von sechs Kugeln trafen Mouhamed D., der im Krankenhaus starb. Er wurde in seiner Heimat beigesetzt. Gegen den Schützen wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt, gegen vier weitere beteiligte Polizisten wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung beziehungsweise zur Anstiftung dazu. Auffällig ist auch, dass sämtliche Bodycams der elf beteiligten Beamten zum Zeitpunkt des Einsatzes ausgeschaltet waren. dpa/dtj

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