Papst Franziskus hat zu einem Aufeinander-Zugehen zwischen Christen und Muslimen aufgerufen. „Wir haben alle einen gemeinsamen Vater. Wir sind Brüder“, sagte er am Mittwoch bei einer Begegnung mit Vertretern des jordanischen Royal Institute for Interfaith Studies, einem Think-Tank für interreligiöse Fragen. Den Dialog zwischen Glaubensgemeinschaften nannte er „Aufbauarbeit“ in einer Zeit, in der Zerstörung und Krieg an der Tagesordnung seien.

Von dem Institut war im Oktober 2007 die Initiative zu dem Appell „A Common Word“ ausgegangen, mit dem 138 Islamgelehrte die christlichen Kirchen zum Gespräch einluden. Mitglieder des 1994 von Prinz Hassan bin Talal gegründeten Lehr- und Forschungsinstituts mit Sitz in Amman hielten sich zu einer Tagung mit dem Päpstlichen Rat für interreligiösen Dialog in Rom auf. Franziskus traf mit ihnen vor
seiner wöchentlichen Generalaudienz zusammen.

Dialog bedeute, „mit dem Wort aus sich herauszugehen und das Wort des anderen zu hören“, sagte der Papst. Dies sei „die erste Etappe eines Wegs: Nach der Begegnung der Worte begegnen sich die Herzen, und es beginnt ein Dialog der Freundschaft, der mit einem Händedruck endet“, so Franziskus weiter. „Das kann jedes Kind. Warum machen das nicht auch wir?“, fragte er.