Archivfoto: Ban Ki-moon, achter Generalsekretär der Vereinten Nationen, besucht Ali al-Sistani. Foto: Facebook/Al Sistani

Papst Franziskus will bei seiner Reise in den Irak wichtige Staatsmänner des Landes und hohe Vertreter des Islams treffen. 

Wie der Vatikan mitteilte, stehen am 5. März ein Empfang mit Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi in Bagdad und ein Besuch beim irakischen Staatsoberhaupt Barham Salih auf dem Plan. Später will Franziskus auch die Vertreter der katholischen Kirche vor Ort sehen. Am Tag darauf reist das Oberhaupt der Katholiken zu einem Treffen mit dem einflussreichen schiitischen Geistlichen Großajatollah Ali al-Sistani in die für den schiitischen Islam heilige Stadt Nadschaf.

Der 84 Jahre alte Argentinier will für ein interreligiöses Treffen zudem die in der Bibel erwähnte Ebene von Ur im Süden des Landes besuchen. Im Norden des Landes steht ein Termin mit Vertretern der Autonomen Region Kurdistan in der Stadt Erbil auf dem Programm.

Erster Besuch eines Papstes im Irak

Im unweit gelegenen Mossul will der Pontifex am selben Tag für die Opfer des Krieges beten. Insgesamt sind zudem zwei Messen im Irak geplant.

Franziskus wird damit der erste Papst, der den Irak besucht. Von seiner Reise erwarten viele, dass der Dialog zwischen den Religionen weiter vorangetrieben wird. Franziskus hatte Anfang 2019 die Vereinigten Arabischen Emirate besucht und dabei auch den hohen religiösen Vertreter des sunnitischen Islam, Großimam Ahmed al-Tajib, getroffen.

dpa/dtj