Der portugiesische Nationaltrainer Paulo Bento bei einer Trainingseinheit mit der Nationalmannschaft. Die Portugiesen müssen um das WM-Ticket bangen.

Portugal trifft in den abschließenden WM-Qualifikationsspielen auf Israel und Luxemburg. In der Qualifikationsgruppe H liegt die portugiesische Nationalmannschaft einen Punkt hinter Russland auf Platz zwei und muss noch um das WM-Ticket bangen. Um das direkte Ticket nach Brasilien zu lösen, benötigt die „Seleção“ Schützenhilfe von Luxemburg und Aserbaidschan. Die beiden „Fußballzwerge“ stehen in den letzten zwei Spielen dem Tabellenführer Russland gegenüber. Als hätte Nationaltrainer Paulo Bento nicht genügend Probleme, plagen den 44-jährigen Trainer auch noch Personalsorgen.

Doppelter Schock

Im Mittelpunkt der Personalsorgen stehen Bruno Alves und Raul Meireles. Die Einsätze der beiden bei Fenerbahçe unter Vertrag stehenden Profis stehen auf der Kippe. Nachdem die Verletzung von Alves schon seit dem letzten Wochenende bekannt war – der Innenverteidiger verpasste das Heimspiel gegen Trabzonspor – ist nun auch der Einsatz von Meireles fraglich. Der Mittelfeldspieler lief bei sechs der acht bisherigen Qualifikationsspiele für Portugal auf und erzielte bei der 1:3-Niederlage im letzten Testspiel gegen Brasilien das einzige Tor der Seefahrernation.

Ungesunde Härte in der Süper Lig

„Alle Spieler, die ich aus der Türkei abgestellt bekomme, sind nie zu 100 Prozent fit. In der Süper Lig werden die Zweikämpfe mit ungesunder Härte bestritten. Das verägert mich sehr, denn wir sind die Leidtragenden“, sagte der Ex-Profi von Benfica und Sporting Lissabon gegenüber Journalisten und verweist auch auf andere zurückliegende Beispiele: „Die selben Probleme hatten wir auch bei den Beşiktaş-Spielern Manuel Fernandes und Hugo Almeida.“ Dass es nun das Fenerbahçe-Duo trifft, dürfte also kein Zufall sein. Bento betonte, dass Alves zu den wichtigsten Verteidigern in ihren Reihen gehöre und sich die baldige Rückkehr des stämmigen Verteidigers wünsche. Meireles hingegen steht noch unter Behandlung und könnte eventuell beim Heimspiel in Lissabon gegen Israel auflaufen.