Perwer: „Gülens Aussagen zum Friedensprozess sind wegweisend“

Im Gespräch mit der im Norden des Irak veröffentlichten Zeitung „Rudaw“ äußerte Perwer (l.): „In Bezug auf diesen Prozess hat sich Gülen sehr positiv geäußert. Seine Ideen sind gut. Es ist eine tolle Sache, dass er diesen Prozess unterstützt. Er dient auf vielfältige Art und Weise der Literatur, der Kunst und dem Glauben der Völker. Seine Schulen sind auf der ganzen Welt sehr beliebt und hoch geachtet. Seine konstruktive Haltung in der Kurdenfrage ist sehr wichtig.“

Erst seit kurzem wäre man sich überhaupt der Kurdenproblematik bewusst geworden, nachdem über so lange Zeit hinweg die Existenz dieser Gruppe geleugnet worden sei. Gülens Herangehensweise an dieses Problem sei das Beste, was geschehen hätte können. „Weil in der Türkei Menschen mıt großem Interesse auf ihn blicken und seinen Worten Gehör geschenkt wird“, drückte Perwer seine Hoffnung aus, dass Gülen sich noch stärker der Kurden-Angelegenheit annehmen werde.

Während Perwer erwähnt, dass er nach 40 Jahren mit dem berühmten Künstler Ibrahim Tatlıses in Erbil zusammenkommen wird, behauptet er auch, dass sich sein Kollege früher vor einem Treffen gedrückt hätte.

„Kürzlich kamen Freunde und sagten ‚Ibrahim möchte dich sehen’. Und ich sagte ‚Natürlich, jederzeit’. Früher wollte ich ihn sehen, er ging mir allerdings aus dem Weg. Er hatte Angst und sagte ‚Şiwan ist ein Strafgefangener’. Nun hat er seine Angst besiegt. Er hatte Sehnsucht und weinte. Er sagte zu mir ‚Ich danke dir sehr! Du hast sehr gute Dinge getan. Du warst immer unser Liebling. Doch es gab Probleme, deswegen ging ich dir aus dem Weg.’ Er sagte die Wahrheit. Dieses Treffen ergab sich aus einem Zufall. Es ist jedoch sehr gut gewesen und brachte auch viel Nachklang“, erklärte Perwer.