Der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu war in den vergangenen Tagen in Saudi-Arabien. In diesem Rahmen besuchte er auch die heiligen Stätten des Islam in Mekka.

Während der sogenannten kleinen Pilgerfahrt (Umrah) des Premiers bemerkten vor allem türkische Pilger dessen Anwesenheit und begannen religiöse Parolen zu skandieren, applaudierten und pfiffen vor Begeisterung.

Davutoğlu reagierte auf die Ovationen und winkte den Pilgern zu, die daraufhin ihre Lautstärke erhöhten. In den sozialen Medien wurde dieser Vorfall zu einem Diskussionsthema. Einige User kritisierten, dass die Kaaba ein religiös-spiritueller Ort sei und es dort keine Unterschiede zwischen den Menschen gebe. Es dürfe nicht passieren, dass die Menschen der Kaaba ihren Rücken kehren, nur um einem Politiker zu applaudieren.

Andere wiederum schrieben, dass es eine Ausnahmesituation sei, wenn ein bekannter Politiker wie Davutoğlu dort sei und man Verständnis für die Euphorie der Menschen haben müsse.