Bei einem Anschlag der Terrororganisation PKK in der südosttürkischen Provinz Hakkari sind mehrere Soldaten getötet und verletzt worden. Die genaue Zahl der Opfer sei noch unklar, meldete die Nachrichtenagentur DHA am Sonntag. Zur Zeit ist von mindestens 15 gefallenen Soldaten die Rede. Zwei Armeefahrzeuge seien in Dağlıca in eine Sprengfalle geraten. Anschließend hätten sich Soldaten und PKK-Kämpfer schwere Gefechte geliefert, bei denen auch PKK-Kämpfer getötet worden seien. Die Armee habe einen großangelegten Einsatz gegen die PKK in der Region gestartet und fliege auch Luftangriffe.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan sagte der Agentur Anadolu zufolge in einer ersten Reaktion, der Kampf in der Region werde mit noch größerer Entschlossenheit weitergeführt. Zur Stunde findet in Ankara unter der Führung von Premierminister Ahmet Davutoğlu ein Sondergipfel zur Sicherheitslage statt.

Seit dem Ende des Waffenstillstands zwischen PKK und türkischer Regierung Ende Juli liefern sich PKK-Terroristen und Sicherheitskräfte regelmäßig Gefechte. Die PKK verübt fast täglich tödliche Anschläge auf Soldaten und Polizisten. Die Armee wiederum fliegt Luftanschläge auf PKK-Stellungen im Nordirak und der Türkei.