PKK: Wir haben türkischen Armeehubschrauber abgeschossen!

Nach dem Absturz eines Armeehubschraubers in der Südosttürkei mit 13 Toten hat die Terrororganisation PKK die Verantwortung für den angeblichen Abschuss des Helikopters übernommen. Eine PKK-Einheit habe den Hubschrauber der «türkischen Besatzungsarmee» beschossen und zum Absturz gebracht, teilte die PKK am Freitag auf ihrer Internetseite mit.

Nach Angaben der Streitkräfte war der Hubschrauber vom Typ Cougar dagegen nach dem Start am Mittwoch in der Provinz Sirnak kurz nach Einbruch der Dunkelheit gegen eine Hochspannungsleitung geprallt und deswegen abgestürzt.

Alle 13 Soldaten an Bord waren getötet worden. Darunter war auch Generalmajor Aydogan Aydin, der am Kampf gegen die PKK in der mehrheitlich kurdischen Südosttürkei seit den 1990er-Jahren beteiligt war.

In den Heimatorten der Absturzopfer fanden am Donnerstag und Freitag Trauerzeremonien teil. An einer der Zeremonien in Istanbul nahm auch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan teil. Die PKK steht in der Türkei, aber auch in der EU und in den USA auf der Liste der Terrororganisationen. Die Regierung in Ankara wirft Deutschland regelmäßig vor, trotzdem Anhänger der PKK zu schützen.

Im Mai vergangenen Jahres hatte die PKK ebenfalls den Abschuss eines Cougar-Hubschraubers des Militärs vermeldet, bei dem zehn Soldaten getötet worden waren, und ein Video dazu veröffentlicht. Die Armee hatte das zunächst zurückgewiesen und den Absturz auf einen vermuteten technischen Fehler zurückgeführt. Später hatte die Armee eingeräumt, es könne sich doch um einen Abschuss gehandelt haben.

dpa/dtj