Afghanische Männer beerdigen am 21.10.2017 in Kabul eines der Opfer des Selbstmordanschlags auf eine schiitische Moschee. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf eine Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit fast 40 Toten für sich reklamiert.
Afghanische Männer beerdigen am 21.10.2017 in Kabul eines der Opfer des Selbstmordanschlags auf eine schiitische Moschee. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf eine Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit fast 40 Toten für sich reklamiert. Foto: Rahmat Gul/AP/dpa

Mehr als 1800 islamische Geistliche aus allen Konfessionen Pakistans haben ein religiöses Rechtsgutachten gegen Selbstmordanschläge erlassen. «Selbstmordanschläge sind haram („verboten“) und gegen die Lehren des Islam», heißt es in dem als Fatwa bezeichneten Dokument, das die pakistanische Regierung am Dienstag bekanntgab.

Es ist das erste Mal, dass Geistliche aus allen muslimischen Konfessionen in Pakistan gemeinsam eine Fatwa zu diesem Thema unterstützen. Die Geistlichen begründen ihre Verurteilung mit dem Verbot von Selbstmord. Sich selbst zu töten sei gemäß der Lehren des Islam nie erlaubt, egal aus welchem Grund.

Selbstmordattentäter von islamistischen Terrorgruppen wie Al-Kaida, den Taliban oder dem IS haben in den vergangenen Jahren weltweit Zehntausende Menschen getötet. In Pakistan starben rund 70 000 Menschen. Die Regierung hofft nun darauf, dass das Dekret ihr Auftrieb im Kampf gegen islamischen Fundamentalismus verleiht.

«Diese Fatwa ist eine starke Grundlage für die Stabilität einer moderaten islamischen Gesellschaft», schrieb Pakistans Präsident Mamnoon Hussain in das Buch, welches das Dekret enthielt. Es könne Pakistan dabei anleiten, den Extremismus eben dadurch zu zügeln, dass die Prinzipien des Islam eingehalten würden.

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dpa/dtj