04.04.2018, Türkei, Ankara: Hassan Ruhani (l-r), Präsident vom Iran, Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, und Wladimir Putin, Präsident von Russland, geben sich bei einem Dreiergipfel zur Lage in Syrien in der türkischen Hauptstadt die Hand. Bei dem Treffen soll es nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen um die sogenannten Deeskalationszonen, die humanitäre Lage und die Bemühungen um eine neue Verfassung für Syrien gehen. Foto: Tolga Bozoglu/Pool EPA/AP/dpa

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die Türkei erneut zur Übergabe der eroberten Region Afrin an die syrische Regierung aufgerufen. Der Rückzug aller Truppen aus Afrin wäre «eine konstruktive Entwicklung und eine Erleichterung für die syrische Bevölkerung», sagte Ruhani nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna beim Syrien-Gipfel am Mittwoch in Ankara. Ruhani vermied es allerdings, die Türkei namentlich zu erwähnen.

Die Türkei war im Januar außerdem im nordsyrischen Afrin einmarschiert. Sie geht dort mit einer umstrittenen Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG vor, die Ankara als Terrororganisation einstuft.

«Respekt für die Regierung (von Präsident Baschar al-Assad) und die territoriale Integrität Syriens ist die Bedingung für Frieden und Stabilität in dem Land», sagte Ruhani bei einer Pressekonferenz. «Die Zukunft Syriens muss von Syrern selbst und nicht von ausländischen Regierungen bestimmt werden.»