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Erdogan droht Nordirak nach Referendum mit weiteren Schritten

Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan mit weiteren Konsequenzen gedroht.

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Von dtj-online3. Oktober 2017
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Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan mit weiteren Konsequenzen gedroht. «Abhängig von den Entwicklungen werden wir nicht zögern, weitere Schritte zu unternehmen», sagte er am Dienstag vor seiner Regierungspartei AKP im Parlament in Ankara. Bisher habe man sich nur auf einige Maßnahmen beschränkt, sagte Erdogan. Diese könnten jedoch ausgeweitet werden, wenn die Regionalregierung in Erbil «nicht zu sich komme». Zugleich betonte Erdogan, dass er bereit sei, auf die Regionalregierung zuzugehen, wenn diese ihren Kurs ändere. Beim Referendum am 25. September hatten fast 93 Prozent der Wähler für eine Abspaltung des Nordiraks gestimmt. Die Abstimmung war nicht bindend, ihr Ergebnis ist international umstritten. Die türkische Führung hatte das Referendum mehrmals als nicht legitim bezeichnet. Die Türkei, aber auch der Iran befürchten Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden in ihren Ländern. Erste Sanktionen Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter Turkish Airlines, stoppten nach dem Referendum ihre Flüge in die kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak. Die Unternehmen reagierten damit auf eine Anweisung der irakischen Luftfahrtbehörde. Die Türkei nahm zudem als Reaktion drei nordirakische Fernsehsender aus dem Angebot des Satellitenanbieters Türksat. [paypal_donation_button] dpa/dtj

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