
İmamoğlu tritt aus der CHP aus und wechselt zu neuer Partei
Seit mehr als einem Jahr ist der Erdoğan-Gegner İmamoğlu inhaftiert. Nun schließt er sich der neuen größten Oppositionspartei an. Der inhaftierte ehemalige
Seit mehr als einem Jahr ist der Erdoğan-Gegner İmamoğlu inhaftiert. Nun schließt er sich der neuen größten Oppositionspartei an.
Der inhaftierte ehemalige Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu ist der neuen größten Oppositionspartei in der Türkei, der Yeni Parti, beigetreten. Er verlasse nach 17 Jahren die Republikanische Volkspartei CHP, um einen neuen Weg einzuschlagen, teilte İmamoğlu am Mittwochabend auf den Plattformen X und Instagram mit.
Es sei nicht mehr möglich, in der CHP Politik zu machen, begründete er die Entscheidung. Die gerichtliche Absetzung von Özgür Özel als CHP-Chef habe alle demokratischen Standards missachtet und werde als "schwarzer Fleck" in die Geschichte des Landes eingehen.
İmamoğlu, der als profiliertester Gegner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gilt, bezieht sich damit auf einen Vorgang von Mai: Ein Gericht hatte Özel als Chef der damals größten Oppositionspartei CHP abgesetzt und durch seinen als politisch schwach geltenden Vorgänger Kemal Kılıçdaroğlu ersetzt.
Özel gründete neue Partei
Özel wertete das Vorgehen als politisch motiviert und gründete rund zwei Monate später die "Neue Partei". Eine Mehrheit der CHP-Abgeordneten schloss sich mit ihren Mandaten an, was sie zur größten Oppositionspartei im Parlament macht.
"Heute schlagen wir einen neuen Weg ein, um gemeinsam eine stärkere, demokratischere und hoffnungsvollere Zukunft für die Türkei zu errichten", teilte İmamoğlu weiter mit. Er rief die Bevölkerung dazu auf, sich der neuen Partei anzuschließen.
İmamoğlu war im März 2025 unter Korruptionsvorwürfen inhaftiert und als Bürgermeister der Millionenmetropole Istanbul abgesetzt worden. Seine Anhänger werten dies als Versuch, einen Gegner Erdoğans und potenziellen Präsidentschaftskandidaten auszuschalten. Die Regierung weist den Vorwurf der Einflussnahme auf die Justiz zurück.
dpa/dtj
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