Symbolfoto: Ein Streifenwagen der Polizei steht an einem Tatort. Foto: Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/dpa

Deutsche Sicherheitsbehörden prüfen derzeit, ob in der Bundesrepublik Anschläge auf Anhänger der sogenannten Gülen-Bewegung geplant waren.

Die Vermutung stehe im Raum, sicher sei dies aber noch nicht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Sicherheitskreisen. Vor einer Woche war bei einem 40-jährigen Türken in einem Düsseldorfer Hotel neben scharfer Munition und einer Schreckschusswaffe auch eine Namensliste entdeckt worden. Laut „Bild“-Zeitung war bei dem Festgenommenen zudem ein verdächtig hoher Geldbetrag auf dem Konto eingegangen.

Wie der „Spiegel“ berichtete, stehen auf der Liste Namen von Anhängern der Gülen-Bewegung, ergänzt mit persönlichen Informationen. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, die in dem Fall ermittelt, wollte dies nicht kommentieren.

Verdacht der Verabredung zu einem Verbrechen

Am Donnerstag hatte die Behörde allerdings mitgeteilt, dass sie in der Sache wegen des Verdachts der Verabredung zu einem Verbrechen ermittelt. Einsatzkräfte hätten in einem Hotelzimmer Schriftstücke entdeckt, die auf eine Gefährdung bestimmter Personen schließen ließen. Diese seien von der Polizei kontaktiert und gewarnt worden. Wie viele Menschen gewarnt wurden, teilte die Behörde nicht mit.

Die Polizei hatte Spezialeinheiten in Bewegung gesetzt, weil eine „akute Gefahrenlage“ zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte. Mehrere Spezialeinsatzkommandos durchkämmten das Gebäude. 550 Gäste mussten das Hotel verlassen. Auch ein Panzerwagen fuhr vor. Die umliegenden Straßen wurden weiträumig abgesperrt.

dpa/dtj