Der Vorsitzende der Milliyetçi Hareket Partisi (Partei der Nationalen Bewegung, MHP), Devlet Bahçeli, forderte die türkischen Oppositionsparteien auf, einen gemeinsamen Kandidaten zur Präsidentschaftswahl im August zu nominieren. „Wird Erdoğan gewählt, kommen harte Zeiten auf die Türkei zu“, betonte der Politiker gegenüber der Hürriyet.

Bahçeli wolle das Gespräch mit der Cumhuriyet Halk Partisi (Republikanische Volkspartei, CHP), aber auch mit der Saadet Partisi (Glückseligkeitspartei, SP) und der Büyük Birlik Partisi (Partei der Großen Einheit, BBP) suchen, um einen Kandidaten zu finden, der die Strategie der Polarisierung durchkreuzen könne, die seitens der regierenden AKP betrieben werde.

Dabei will Bahçeli auch mit den Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften sprechen, auch der Aleviten. „Wir wollen keinen MHP-Kandidaten, sondern einen, der das Land auf einer breiten Basis regieren kann“, betont Bahçeli. Er solle nur fünf Schlüsselqualifikationen aufweisen: „Er oder sie soll nationalistisch sein, konservativ, moralische Werte verkörpern, säkular sein und demokratisch.“ In 10-15 Tagen wolle man einen Überraschungskandidaten präsentieren.

Die Wahl findet im August statt. Dabei wird der türkische Präsident erstmals direkt gewählt. Auch im Ausland lebende türkische Staatsbürger haben die Möglichkeit, an den Wahlen teilzunehmen.