Die britische Premierministerin Theresa May (2.v.l) und die Leiterin der Metropolitan Police Force, Cressida Dick (M) unterhalten sich am 19.06.2017 in London mit Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen, darunter auch Mohammed Kozbar (l), der Vorsitzende der nahegelegenen Moschee in Finsbury Park. Gut zwei Wochen nach dem Terroranschlag auf der London Bridge ist ein Mann mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge nahe einer Moschee gerast. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Nach dem Terrorangriff mit einem Lieferwagen auf eine Moschee in London hat Premierministerin Theresa May in der Finsbury-Park-Moschee Vertreter verschiedener Religionsgruppen getroffen. «Die furchtbare Terrorattacke der vergangenen Nacht war eine schlimme Tat, die der Hass hervorgebracht hat», sagte May. Der Anschlag habe eine Gemeinde erschüttert. Daher sei sie froh, Menschen «aller Glaubensrichtungen» getroffen zu haben, die «jeglichen Hass und Extremismus» aus der Gesellschaft vertreiben wollten.

Die Finsbury-Park-Moschee befindet sich in unmittelbarer Nähe des Muslim Welfare House, vor dem sich der Vorfall ereignet hatte. Sie war Anfang der 2000er Jahre wegen des Hasspredigers Abu Hamza al-Masri in die Schlagzeilen geraten.

In der Nacht zum Montag war ein 48 Jahre alter Mann mit einem Lieferwagen in eine Gruppe von Muslimen gefahren und hatte dabei zehn Menschen verletzt. Ob ein Tod am Tatort in Zusammenhang mit dem Anschlag steht, wurde zunächst nicht bestätigt.