DTJ – Demokratie. Teilhabe. Journalismus.
Politik

Putin und Erdoğan sprechen über Syrien und Afghanistan – aber nicht über die Krim

Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan haben bei einem Treffen in der südrussischen Stadt Sotschi die Zusammenarbeit ihrer Länder gelobt. Putin verwies zum Auftakt der Gespräche am Mittwoch unter anderem auf die Pipeline Turkish Stream, durch die Gas von

MEHR
Von dtj-online29. September 2021
2 Min. Lesezeit
0% gelesen
Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan haben bei einem Treffen in der südrussischen Stadt Sotschi die Zusammenarbeit ihrer Länder gelobt. Putin verwies zum Auftakt der Gespräche am Mittwoch unter anderem auf die Pipeline Turkish Stream, durch die Gas von Russland in die Türkei gepumpt wird. Für den Kremlchef ist es der erste Termin, den er persönlich wahrnimmt, seit er sich vor mehr als zwei Wochen wegen Corona-Fällen in seinem Umfeld in Selbstisolation begeben hatte. Erdoğan betonte, dass die Zusammenarbeit Russlands mit der Türkei auch in Syrien äußerst wichtig sei: "Der Frieden dort hängt auch von den Beziehungen zwischen der Türkei und Russland ab." Ankara ist vor allem besorgt um die Lage in der Rebellenhochburg Idlib. Lage in Idlib stabil, aber weiter gefährlich Nach mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg ist die Region um Idlib das letzte große Rebellengebiet in Syrien. Russland und die Türkei hatten sich als Schutzmächte der syrischen Regierung beziehungsweise der Rebellenmilizen im März vergangenen Jahres auf eine Waffenruhe für das lange umkämpfte Gebiet geeinigt. Seitdem ist die Gewalt zurückgegangen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Angriffen. Immer wieder werden auch Zivilisten in der Region getötet. Erwartet wurde, dass Putin und Erdoğan in Sotschi am Schwarzen Meer auch über die Lage in Afghanistan sowie über militärische Projekte sprechen würden. Für Verstimmung zwischen ihren Ländern hatte zuletzt gesorgt, dass die Türkei die Ergebnisse der russischen Parlamentswahl auf der von Moskau einverleibten ukrainischen Halbinsel Krim nicht anerkennen wollte. Dieses Thema sollte Angaben des Kreml zufolge aber nicht zur Sprache kommen. dpa/dtj

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Newsletter abonnieren

Updates zum Thema „Politik"

Jederzeit kündbar. Öffnungen und Klicks werden nur aggregiert gemessen; kein individuelles Leseprofil. Datenschutz

Kommentare (0)

Kommentiere diesen Artikel

Mit dem Absenden stimmen Sie der Speicherung Ihres Namens und Kommentars gemäß unserer Datenschutzerklärung zu (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO).

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden technisch notwendige Speicherungen sowie – nur mit Ihrer Einwilligung – Statistik und Externe Medien (z. B. YouTube, Vimeo, Spotify oder X). Marketing wird derzeit nicht verwendet. Nicht-notwendige Dienste werden erst nach Ihrer Wahl aktiviert. Widerruf jederzeit über den Footer-Link. Details in der Datenschutzerklärung und den Cookie-Hinweisen.