In Dubai arbeiten viele Bauarbeiter im Freien in der heißen Sonne. Eine Zwangsmittagspause soll sie nun schützen.

Schon vor Beginn des Fastenmonats Ramadan greifen in den Vereinigten Arabischen Emiraten besondere Schutzvorkehrungen für Bauarbeiter. Seit Sonntag gilt landesweit eine verpflichtende Mittagspause von 12.30 Uhr bis 15.00 Uhr für im Freien Beschäftigte.

Unternehmen, die die Vorgaben nicht einhalten, droht laut der in Abu Dhabi erscheinenden Tageszeitung „The National“ (Montag) ein Bußgeld von umgerechnet 3000 Euro. In den Sommermonaten liegen die Durchschnittstemperaturen am Golf bei 42 Grad.

Vier von zehn Bauarbeitern kämen bereits dehydriert zur Schicht. Notwendig sei bei körperlicher Tätigkeit eine Flüssigkeitszufuhr von zwei Litern alle zwei bis drei Stunden, sagte ein leitender Arbeitsmediziner des Gesundheitsamtes. Während der vorgeschriebenen Ruhezeiten müssen die Firmen den Angaben zufolge schattige Plätze zur Verfügung stellen und eine völlige Einstellung der Arbeiten garantieren.

Das Arbeitsministerium führe verstärkt Kontrollen auf Baustellen durch, berichtete „The National“ weiter. Begleitend finde eine Kampagne zu Hitzegefahren in Hindi, Urdu, Nepalesisch, Bengalisch, Englisch und Arabisch statt. Sie solle 600 000 Arbeiter in 2700 Firmen erreichen.

Im benachbarten Saudi-Arabien kündigten zahlreiche Baufirmen mit Blick auf die bevorstehende Fastenzeit und die Sommertemperaturen einen kompletten Arbeitsstopp an. Der Ramadan beginnt in diesem Jahr voraussichtlich am 28. Juni. Während der folgenden vier Wochen verzichten gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Speisen und Getränke. (KNA)