Hertha BSC setzt ein Zeichen gegen Rassismus und zeigt diesem deshalb die Rote Karte. Auf der Webseite erklären die Fußballer, weshalb sie sich für das Projekt „Show Racism the Red Card“ einsetzen und weshalb Rassismus ihrer Meinung nach der falsche Weg ist. „Hertha BSC ist mehr als Fußball“, schreiben sie beispielsweise.

„Ich zeige Rassismus die Rote Karte, weil ich überzeugt davon bin, dass Rassisten in unserer Gesellschaft nichts verloren haben – und das kann man nicht deutlich genug zeigen!“, heißt es von Marvin Plattenhardt. Er ist der neue Verteidiger bei Hertha BSC. Neben seinem Zitat ist ein Foto zu sehen, auf dem er mit ernsten Gesicht die Karte in die Kamera hält – und dazu die Botschaft: „Zeig Rassismus die rote Karte“.

Auch Rune Almenning Jarstein hält eine solche Karte in der Hand: „Ich zeige Rassismus die Rote Karte, weil es für Rassismus nirgendwo einen Platz geben sollte. Auch in meinem Heimatland Norwegen ist es ein Thema. Wir respektieren alle Menschen – egal welche Hautfarbe sie haben. Wir sind alle gleich, das sollte man nie vergessen!“ Der Norweger ist zugleich Nationaltorhüter seines Landes.

„Es ist sinnvoller, ein freundliches Miteinander zu erleben“

Marcel Ndjeng kommt aus Bonn, hat aber afrikanische Wurzeln und sich dadurch zwangsläufig schon viel mit Fremdenfeindlichkeit auseinandsetzen müssen: „Ich zeige Rassismus die Rote Karte, weil es in meinen Augen keine Rassentrennung geben darf. Man sollte lieber miteinander leben anstatt im ständigen Gegeneinander. Dass in diesem Jahrzehnt und diesem Jahrtausend dieses Wort überhaupt noch existiert, ist für mich unverständlich. Mit der Aktion möchte ich den Menschen zeigen, dass es viel sinnvoller ist, ein freundlicheres Miteinander zu erleben.“

„Show Racism the Red Card“ ist eine Bildungsinitiative gegen Rassismus und Diskriminierung. Der Verein bietet interaktive Workshops an und verrichtet Antidiskriminierungsarbeit. Er besteht seit dreieinhalb Jahren und erreichte bislang mit 180 Workshops schon mehr als 4500 Kinder.