DTJ Online

Rechter Politiker in Israel: „Habe viele Araber getötet“

Rechter Politiker in Israel: „Habe viele Araber getötet“

Dass Hass im Nahostkonflikt eine entscheidende Rolle spielt, ist generell bekannt. Aus den eher einseitig berichtenden Mainstream-Medien weiß man, dass hasserfüllte „radikale Islamisten“ die Israelis ins Meer treiben wollen und von Hass und Verachtung getriebene Selbstmordattentäter Jagd auf Zivilisten machen. Das Stichwort „Nahostkonflikt“ ruft beim deutschen Medienkonsumenten Bilder von (palästinensischen) maskierten Kämpfern hervor, die wutentbrannt Flaggen verbrennen und wild in die Luft schießen. Dass es unter den Palästinensern Hass gegen Israel gibt, ist hierzulande wohlbekannt.

Doch dass der Hass auch in Teilen der israelischen Gesellschaft tief verwurzelt ist, verdeutlichen die jüngsten Aussagen des israelischen Politikers Naftali Bennett. Der Aktivist der Siedlerbewegung und national-religiöse Politiker erklärte laut „Huffington Post“ in einer Kabinettssitzung, dass seiner Meinung nach von Israel festgenommene Terroristen nicht eingesperrt, sondern „einfach umgebracht“ werden sollten.

Als daraufhin der Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates, Yaakov Amidror, einwarf, dass das nicht legal wäre, antwortete Bennett: „Ich habe in meinem Leben schon viele Araber getötet, das ist gar kein Problem.“ Bennett hatte bereits zuvor auf seiner Facebook-Seite über eine mögliche Freilassung von Gefangenen geschrieben: „Terroristen soll man nicht freilassen, sondern töten.“

Bennett ist Vorsitzender der ultra-orthodoxen Partei HaBeit HaYehudi („Unser jüdisches Haus“), die sich gegen das Existenzrecht eines palästinensischen Staates ausspricht. Dass die Behauptung des israelischen Politikers, bereits „viele Araber getötet zu haben“, durchaus glaubwürdig ist, zeigt ein Blick auf seine Biografie: Zwischen 1990 und 1996 diente er in zwei berüchtigten Spezialeinheiten der israelischen Armee. Bennett war im April auch mit seinen Aussagen zum angeblichen Armenier-Genozid in der Türkei in die Schlagzeilen geraten.

Die mobile Version verlassen