Hoffnungsfroh sehnen die Beşiktaş-Fans die Einweihung ihrer neuen Heimstätte herbei. Mehrere Monate hat es gedauert, bis der Rohbau jetzt fertiggestellt werden konnte.

Ursprünglich sollte die „Schwarzen Adler“ bereits in dieser Saison in der neuen Arena auflaufen. Offiziell aufgrund finanzieller Nöte musste dieser Plan verschoben werden. Die im Sommer 2013 begonnenen Bauarbeiten neigen sich allerdings dem Ende zu. In dieser Woche wurde der Rohbau der Arena fertiggestellt. Nun muss noch das Dach aufgesetzt und der Rasen eingepflanzt werden. Die Dachbauarbeiten sollen in den kommenden Tagen beginnen. Es ist geplant, dass die Arena noch in diesem Jahr eingeweiht wird.

Am Mittwoch berichteten türkische Medien, die Verzögerung des Baus habe mit Lichtwellenleitern der NATO zu tun. Diese führten von Mailand ins türkische Kars und verliefen in Istanbul unter dem Stadion. Der türkische Generalstab habe sich einschalten und eine Sondergenehmigung einholen müssen.

Vodafone-Arena soll modernstes Stadion der Türkei werden

Dann soll die Arena, die den Namen des  Mobilfunkunternehmens Vodafone tragen wird, 41.901 Zuschauer fassen können. Sie soll aus zwei Etagen bestehen und technologisch hochmodern ausgestattet werden. So werden an den Sitzen auf der Haupttribüne Bildschirme angebracht und mit W-Lan ausgestattet. Außerhalb der Spieltage wird es im Arena-Komplex auch Konzerte und Veranstaltungen geben. Auch ein Modezentrum soll in dem Komplex enthalten sein.

Beşiktaş absolvierte die meisten seiner Heimspiele in dieser Saison entweder im Istanbuler Atatürk-Olympiastadion oder in Ankara. Darunter litten am meisten die Anhänger des aktuellen Tabellenführers. Um ihnen einen Vorgeschmack zu geben, filmten die Bauarbeiter nach der Beendigung des Rohbaus die Arena von innen und teilten den Fans mit, sie sollten sich für die „große Einweihung“ bereit machen. Die andauernden Bauarbeiten können 24 Stunden live mitverfolgt werden.

Auf Einladung des Beşiktaş-Präsidenten Fikret Orman besuchte der ehemalige Staatspräsident der Türkei, Abdullah Gül, die Großbaustelle.  Gül, der als Beşiktaş-Sympathisant bekannt ist, erklärte, dies werde das schönste Stadion der Welt werden. Er sei während seines Studiums oft ins ehemalige Inönü-Stadion gekommen, um auf der Westtribüne Beşiktaş-Spiele zu verfolgen.