Zwei Frauen, die der muslimischen Minderheit der Rohingyas angehören, baden am 30.08.2017 in einem Flüchtlingslager in Coxs Bazar (Bangladesch) ein einwöchiges Baby. Die jüngste Gewalt in der Unruheregion Rakhine in Myanmar hat womöglich Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben. Rund 18 000 muslimische Rohingya seien nach Schätzungen bereits über die Grenze nach Bangladesch gekommen, sagte eine Mitarbeitern der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Foto: Mushfiq Alam/AP/dpa

Das Deutsche Rote Kreuz weitet seine humanitäre Hilfe für Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch aus. „In der grenznahen Region um die Stadt Cox’s Bazar sind die eilig errichteten Camps völlig überlastet“, sagte der DRK-Nothilfekoordinator für Asien, Andreas Kasseck, am Freitag in Berlin. Das Rote Kreuz unterstütze dort den Betrieb mobiler Gesundheitseinheiten. Darüber hinaus werde Hygiene-Aufklärung betrieben, um den Selbstschutz der Flüchtlinge vor Infektionskrankheiten zu erhöhen.

Auslöser für die Eskalation der Gewalt in Rakhine waren Ende August verübte Angriffe der Rebellenmiliz „Arakan Rohingya Salvation Army“ (ARSA) auf Polizeiwachen im Norden des Teilstaats. Die Armee von Myanmar hatte darauf mit brutaler Härte reagiert. Im Zuge des Konflikts wurden rund 400.000 muslimische Rohingya nach Bangladesch vertrieben.

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KNA/ame/pko