Die russischen Sanktionen gegen die Türkei als Antwort auf den Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs am 24. November trifft auch die deutschen Unternehmen in Russland. Das bestätigte der Präsident des Deutsch-Russischen Handelskammers Rainer Seele. Nach einem Bericht der BBC sagte Seele, dass zwei Drittel der in Russland tätigen deutschen Unternehmen von den Sanktionen betroffen seien. Besonders betroffen sei der Automobilsektor.

Deutsche Autobauer, die in Russland produzieren, bezögen Zulieferteile aus der Türkei und erlebten derzeit aufgrund der Sanktionen Engpässe. Auch wenn die Sanktionen diese Teile nicht treffe, würde die Lieferung aus der Türkei wegen der Verlangsamung der Zollverfahren den Bedarf nicht decken.

Der stellvertretende Gouverneur von St. Petersburg, Sergey Mowchan, fasst die Situation so zusammen: „Wenn es so weitergeht, werden die Unternehmen ihre Produktion einstellen müssen.“