Das „Internationale Sprach- und Kulturfestival Deutschland 2014“ lädt zur Abschlussveranstaltung nach Düsseldorf ein.

Das „Internationale Sprach- und Kulturfestival Deutschland 2014“ lädt zur Abschlussveranstaltung nach Düsseldorf ein. Ganze 11 Jahre fand das große Kulturspektakel nach einer Reihe internationaler Vorbereitungsveranstaltungen im Abschluss in der Türkei statt. Doch Anfang des Jahres verbannte die Regierung dieses bunte Farbenspiel der Kulturen aus der Türkei, weil sie von der Hizmet-Bewegung initiiert ist. Die Regierung  der Adalet ve Kalkınma Partisi (Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung; AKP) bekämpf seit einigen Monaten die Bewegung um den Prediger Fetullah Gülen und wirft ihr unter anderem die Zusammenarbeit mit „dem Westen” vor.

So begann das 12. Sprach- und Kulturfestival dieses Jahr in Äthiopien, machte Station in Rumänien und die Abschlussveranstaltung findet in Deutschland statt. Überall gibt es für die Türkisch-Olympiade Raum, nur in der Türkei nicht. Nun ist am Samstag die Welt zu Gast in Düsseldorf.

Es werden im Düsseldorfer ISS DOME dreihundert Kinder aus 35 Ländern ihre Fähigkeiten in der türkischen Sprache präsentieren und für gegenseitige Anerkennung und Respekt werben. Die Veranstalter setzen somit ein Zeichen für ein gemeinsames, vorurteilsfreies und friedliches Miteinander auf der ganzen Welt.

Das Auswärtige Amt hat uns tatkräftig unterstützt

Uğur Aslan, von dem Veranstalter Academy e.V. sagte DTJ-Online: „Wir hatten knapp zwei Monate Zeit für die Organisation. An der Veranstaltung nehmen aus insgesamt 35 Ländern 300 Kinder teil. Für ihre Einreise nach Deutschland war eine unbürokratische Vergabe von Visa notwendig. Dabei hat uns das Auswärtige Amt tatkräftig unterstützt. Wir bedanken uns dafür.“

Eine der dreihundert „Kinder der Welt” ist die 16-jährige Schülern Nourane Zayen aus Tunesien. Sie sagte: „Die ganze Welt empfängt uns mit offenen armen. Jedoch ersetzt das alles nicht die Akzeptanz in der Türkei. Ich habe im vergangenen Jahr an dem Länderfestival in Izmir teilgenommen und kann die Abschlussveranstaltung im Atatürk Olympiastadium nicht vergessen. Der beste Ort für diese Veranstaltung ist die Türkei.

Von den insgesamt 8000 Zuschauern im Saal kommen voraussichtlich 1500 Menschen aus der Türkei. Ayhan Şahin, Rechtsanwalt aus İstanbul, hat in der Vergangenheit allen Türkisch-Olympiden in der Türkei beigewohnt: „Ich finde es sehr beeindruckend, dass Kinder aus verschiedenen Ländern, Kulturen,  Sprachen und Religionen sich über die türkische Sprache austauschen und Werte wie Liebe, Toleranz und Verständigung erlernen.“ Der Rechtsanwalt sieht seine Reise nach Deutschland auch als Solidarität mit dem Projekt und den Initiatoren der Veranstaltung, der Hizmet-Bewegung.

Schwierige Zeiten für die Hizmet-Bewegung in der Türkei

Şahin schildert die schwierige Zeit, die die Hizmet-Bewegung in der Türkei momentan durchmacht und erklärt: „In diesem Jahr ist es etwas Besonderes. Ich bin überzeugt, dass die Not in der Türkei zur Folge haben wird, dass die Werte für welche die Hizmet-Bewegung steht, weltweit besser verstanden werden. Es war schwierig an Eintrittskarten zu kommen. Falls es noch mehr Karten gegeben hätte, wären aus der Türkei noch mehr Menschen gekommen.“

Der Student Ahmet Salih Yurdakul reist mit vielen anderen Berlinern in die Landeshauptstadt von NRW, um an dem großen Fest teil zu nehmen: „Ich habe in den vergangenen Jahren die Veranstaltung immer über das Fernsehen verfolgt. Dass sie nun zum ersten mal in Deutschland stattfindet, freut mich sehr, da ich selbst das erste mal die Gelegenheit habe, live dabei zu sein. Zudem werden Verwandte und Bekannte von mir aus der Türkei kommen, die ich auf der Veranstaltung dann treffen werde.“

Nach der Großveranstaltung in Düsseldorf werden die ‚Kinder der Welt‘ auf eine Deutschland-Tournee gehen. Sie werden unter anderem in Wiesbaden und Berlin auftreten.