Schauspieler in Brasilien, Schauspielplatz in Kappadokien

Die Zeiten haben sich geändert. Die Leidenschaft der Türken für brasilianische Seifenopern gehört schon längst der Geschichte an. Nach den Balkanländern und den arabischen Ländern haben nun auch die Lateinamerikaner die türkischen Seifenopern entdeckt. Die türkischen Seifenopern bedrohen vor allem die weltweite Beliebtheit der brasilianischen Serien. Die brasilianischen Filmemacher haben mittlerweile die Natur und Geschichte der Türkei entdeckt. Das türkische Kulturministerium stellte fest, dass ausländische Filmemacher in kleinen Gruppen an verschiedenen Orten der Türkei ohne Erlaubnis Filme drehen.

Ein letztes Beispiel ereignete sich in Kappadokien. Eine brasilianische Gruppe filmte in dieser Gegend manche leere Orte als Schauplätze, fügte dann in Brasilien die Schauspieler hinzu und verwandelte diese in Seifenoper. Da diese sich als Dokumentarfilmer vorstellten, konnten sie beim ersten Mal problemlos drehen. Beim zweiten Besuch am selben Ort hatten sie sich jedoch verraten. Die Zuständigen des Ministeriums wollten keine Schwierigkeiten bereiten und gaben an, in erster Linie sei es für sie wichtig, zu wissen, ob diese Filme den Ruf der Türkei schädigende Inhalte haben.