Schüsse bei „Batman“-Premiere – 14 Tote und 50 Verletzte

Washington/Denver (dpa) – Bei einer Premiere des neuen «Batman»-Films hat ein junger Mann in einem Kino im US-Staat Colorado wild um sich geschossen und mindestens 14 Menschen getötet. 50 Menschen wurden verletzt, wie der lokale Polizeichef Dan Oates am Freitag erklärte. Der mutmaßliche Schütze sei festgenommen worden. Der Vorfall ereignete sich bei einer Mitternachts-Preview des Films «The Dark Knight Rises» in einem Kino in der Stadt Aurora bei Denver.

Polizeichef Oates sagte, zehn Opfer seien sofort im Kino gestorben, vier danach im Krankenhaus. Hinweise auf einen zweiten Schützen gebe es nicht.

Frank Fania von der Polizei in Aurora sagte dem Sender CNN, das Motiv des Schützen sei noch unklar. Der Mann habe nach seiner Festnahme gewarnt, dass er Sprengsätze in seiner Wohnung deponiert habe.

Nach Angaben des TV-Senders KUSA wurde das Mietshaus, in dem der Mann wohnt, evakuiert. Festgenommen wurde der mutmaßliche Täter laut Fania auf einem Parkplatz hinter dem Kino.

Laut CNN blieb unklar, ob alle Verletzten Schusswunden hatten. Nach den Schüssen sei Panik ausgebrochen, die Menschen seien in Richtung Ausgang gestürzt und dabei übereinander hinweggetrampelt.

Der lokale Hörfunksender 850 KOA Radio berichtete, viele der Kinobesucher hätten die Schüsse zunächst für einen Teil des Films gehalten. Der mutmaßliche Täter habe eine Gasmaske getragen und eine Rauchbombe gezündet.

Ein Augenzeuge sagte einem örtlichen Fernsehsender, der Mann habe plötzlich wahllos auf Menschen geschossen.

Augenzeugen berichteten im Fernsehen von schrecklichen Szenen. Menschen hätten blutüberströmt am Boden gelegen. Ein Polizist habe ein leblos wirkendes Mädchen in seinem Arm getragen, schilderte ein junger Mann dem Sender KUSA. Mindestens 250 Polizisten waren demnach am Tatort.