Bei schweren Gefechten in der Südosttürkei sind nach Angaben der Armee mindestens sechs Soldaten und sechs PKK-Kämpfer getötet worden. Zusätzlich seien die beiden Piloten eines Kampfhubschraubers ums Leben gekommen, der bei den Gefechten vermutlich wegen eines technischen Defekts abgestürzt sei, teilten die Streitkräfte mit. Acht Soldaten seien bei den Zusammenstößen verletzt worden.

Die Kämpfe seien am frühen Freitagmorgen nahe einer Militärbasis in Çukurca in der Provinz Hakkâri ausgebrochen, die an den Nordirak angrenzt, teilte die Armee weiter mit. Der Einsatz gegen die Terrororganisation in der Gegend dauere an. Bodentruppen würden von F-16-Kampfjets, Kampfhubschraubern und Drohnen unterstützt.

In der Nacht zu Freitag wurden bei einer Explosion nahe der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakır nach Angaben der Regierung vier PKK-Kämpfer getötet. Zu der Detonation sei es gekommen, als PKK-Kämpfer Spchte rengstoff auf einen gestohlenen Lastwagen geladen hätten, teilte das Innenministerium mit. Mindestens zehn Menschen seien bei dem Vorfall in Sarikamis rund 15 Kilometer entfernt von Diyarbakir verletzt worden.

Die PKK verübt in der Region immer wieder Bombenanschläge auf Sicherheitskräfte. Die Armee geht seit Monaten mit großangelegten Operationen gegen die PKK vor. Der Konflikt eskaliert, seit im Sommer vergangenen Jahres eine Waffenruhe zusammenbrach. (dpa/ dtj)