Am 13. Mai 2014 gab es die schlimmste Bergwerkskatastrophe in der türkischen Geschichte. 301 Kumpel kamen damals ums Leben, als es in Soma unter Tage zu einem Grubenbrand kam. Vielerorts kam es zu Protesten, als bekannt wurde, dass die Betreibergesellschaft offensichtlich Sicherheitsvorkehrungen missachtet hatte. Landesweit wurden Spenden gesammelt, um den Angehörigen und Überlebenden zu helfen. Auch die staatliche Ziraat Bank sollte helfen.

Minenarbeiter durften ihre Kredite nunmehr drei Monate später zurückzahlen. Jetzt kam heraus, dass die Bank doch nicht so kulant ist. Das Geldhaus will für die drei Monate doch noch Zinsen haben. Viele der Betroffenen zeigten sich durch das Vorgehen einer staatlichen Bank empört. Sie hätten sich mehr Mitgefühl gewünscht.

Anders dagegen die privaten Banken. Viele dieser haben den Familien aus der westtürkischen Stadt die Kredite verlängert, ohne diese Zeitraum zu verzinsen. Banken zeigten sich solidarisch und verzichteten auf einen Teil oder gleich die ganze Kreditsumme.

Zuletzt war die Ziraat Bank in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass die US-Notenbank Fed Ermittlungen gegen die New Yorker Filiale der Bank eingeleitet hat.