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Politik

Studie: Eingebürgerte Zuwanderer gehen seltener wählen

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Deutsche mit einer Migrationsgeschichte beteiligen sich seltener an Bundestagswahlen als andere Wahlberechtigte.

Das gilt laut einer Studie des Sachverständigenrates für Integration und Migration (SVR) insbesondere für Wähler, die im Ausland geboren sind. Den Ergebnissen einer Befragung zufolge nahmen 85,8 Prozent der Erwachsenen ohne Migrationsgeschichte an der Bundestagswahl 2017 teil. Unter den Wahlberechtigten mit ausländischen Wurzeln waren es dagegen nur 65 Prozent.

Schaut man genauer hin, zeigt sich: Die Nachkommen von Zuwanderern gingen etwas häufiger zur Wahl (66,2 Prozent) als diejenigen, die selbst zugewandert waren (64,6 Prozent).

Türkeistämmige: Nur etwa die Hälfte geht wählen

Und auch die Herkunftsregion spielt eine Rolle. Von den Wahlberechtigten mit Migrationsgeschichte, die aus anderen EU-Staaten stammen, füllten bei der Bundestagswahl immerhin 77,4 Prozent den Stimmzettel aus. Laut SVR gingen 68 Prozent der Aussiedler, 56,4 Prozent der Wahlberechtigten mit Wurzeln in der Türkei und 51,9 Prozent der Wähler, die aus anderen Staaten stammen, zur Wahl. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Herkunftsgruppen ließen sich zum Teil, aber nicht vollständig durch das durchschnittliche Bildungsniveau, die Aufenthaltsdauer und andere soziodemografische Faktoren erklären, heißt es in der Studie.

dpa/dtj

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