Sebastian Vollmer hat als erster Deutscher den Super Bowl der National Football League NFL gewonnen. Drei Jahre nach der 17:21-Finalniederlage gegen die New York Giants setzte sich der Right Tackle aus Kaarst mit seinen New England Patriots am Sonntag (Ortszeit) im Endspiel in Glendale/Arizona mit 28:24 gegen Titelverteidiger Seattle Seahawks durch. „Im Moment habe ich da noch gar keine Worte für. So richtig hat das bei uns noch keiner realisiert“, meinte Vollmer in der Umkleidekabine.

„Glückwunsch an die Patriots. Einer der besten Super Bowls, den ich gesehen habe“, twitterte Vollmer-Freund und Basketball-Star Dirk Nowitzki. Für die Patriots war es der vierte Titel der Vereinsgeschichte. Quarterback Tom Brady, der vier Touchdown-Pässe warf und zum wertvollsten Spieler der Partie (MVP) gewählt wurde, zog durch den Triumph mit Joe Montana und Terry Bradshaw gleich, die bislang als einzige Spielmacher der NFL-Geschichte viermal den Super Bowl gewonnen hatten.

70 288 Zuschauer sehen starkes Schlussviertel der Patriots

Allerdings brauchte New England ein starkes Schlussviertel, um den Seahawks die Titelverteidigung zu verderben. Nach drei von vier Spielabschnitten hatte Seattle vor 70 288 Zuschauern, darunter Vollmers Eltern Jutta und Werner sowie IOC-Präsident Thomas Bach, verdient mit 24:14 vorne gelegen. In der 53. Minute brachte Danny Amendola die Patriots mit einem Touchdown auf 21:24 heran. Zwei Minuten vor Spielschluss fing Teamkollege Julian Edelmann einen Pass von Brady in der Seattle-Endzone zum 28:24.

Die Entscheidung fiel erst, als Patriots-Safety Malcolm Butler 20 Sekunden vor Ablauf der Spieluhr einen Pass von Seahawks-Quarterback Russell Wilson direkt vor der eigenen Endzone abfing und somit einen sicheren Touchdown für Seattle verhinderte. (dpa)