Der US-Diplomat Robert Ford schien ein Händchen zu haben für Krisenländer. Nach drei Jahrzehnten im Außendienst räumt der Syrien-Botschafter nun seinen Job.

Robert Ford, US-Botschafter in Syrien und einer der wichtigsten Diplomaten Washingtons in dem seit Jahren tobenden Bürgerkrieg, hat seinen Posten gekündigt. Ford diente der syrischen Opposition als Kontaktperson und half etwa dabei, die Genfer Friedensgespräche auf den Weg zu bringen. „Seine herausragende Führung hat unsere Reaktion auf eine der gewaltigsten außenpolitischen Herausforderungen in der Region geleitet“, sagte Außenamtssprecherin Jen Psaki am Freitag. US-Präsident Barack Obama und Außenminister John Kerry seien „unglaublich dankbar“ für seine Dienste.

Ford diente fast 30 Jahre im Außendienst, unter anderem als US-Botschafter in Algerien unter dem ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush. Bei der US-Botschaft in Bagdad war er stellvertretender Missionsleiter. Auch im ägyptischen Kairo war er stationiert.

Seit Januar 2011 war er US-Botschafter in Syrien – einige Monate bevor das Regime von Präsident Baschar al-Assad begann, Proteste gewaltsam niederzuschlagen. Ende 2011 wurde er für einige Monate in die US-Hauptstadt zurückgerufen, nachdem Drohungen und eine Hetzkampagne syrischer Staatsmedien die Sicherheit des Diplomaten gefährdet hatten. Mit Reisen in die Türkei versuchte Ford später, die syrische Opposition zur Beteiligung an den Genfer Friedensverhandlungen zu bewegen. Der stellvertretende US-Vizeaußenminister Larry Silverman soll Fords Posten übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. (dpa/dtj)