Syrien-Verhandlungen in Astana
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Die syrische Opposition hat die Befreiung von Gefangenen als zentrales Thema der Gespräche in Kasachstan mit der Regierungsdelegation bezeichnet. Vorrang müssten Beratungen über das Schicksal der Gefangenen und über andauernde Verstöße gegen eine Waffenruhe in sogenannten Sicherheitszonen in Syrien haben, sagte Jehia al-Aridi von der Oppositionsdelegation der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Astana.

Der Agentur Interfax zufolge geht es um 250 000 bis 300 000 Menschen, die unter anderem bei Kämpfen gefangen genommen wurden. Al-Aridi forderte von Russland Informationen über den Stand zur Freilassung der Häftlinge ein.

Siebte Runde der Astana-Verhandlungen

Es ist bereits die siebte Runde der Verhandlungen in der kasachischen Hauptstadt Astana. Sie soll bis diesen Dienstag dauern. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura nahm diesmal nicht teil.

Russland, der Iran und die Türkei vermitteln die Gespräche in dem zentralasiatischen Land, die den UN-geführten Friedensprozess in Genf unterstützen sollen. Russland und der Iran helfen der syrischen Regierung militärisch, die Türkei stärkt der Opposition den Rücken. Der russische Delegationsleiter Alexander Lawrentjew sagte dem Sender Rossija-24, er gehe davon aus, dass künftig auch die syrischen Kurden in den Friedensprozess stärker eingebunden würden.

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dpa/dtj