ARCHIV: Foto: Kay Nietfeld/dpa

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat die Dauer der Jamaika-Sondierungen als notwendig angesichts so unterschiedlicher Verhandlungspartner bezeichnet. Jene, die kritisierten, die Beratungen dauerten unheimlich lange, seien oft die, die vorher «Die Parteien, die sind doch alle gleich» moniert hätten, sagte Tauber in einem am Dienstagabend verbreiteten Youtube-Beitrag seiner Partei. Nun merke man: «Wir sind unterschiedlich.» Wenn sich die vier Verhandlungspartner CDU, CSU, FDP und Grüne bei wichtigen Fragen einigen wollten, «muss man sich manchmal auch Zeit nehmen».

Der CDU seien in den Verhandlungen etwa die bessere Unterstützung von Familien sehr wichtig, sagte Tauber. Dazu gehöre eine höheres Kindergeld, ein Rechtsanspruch auf Betreuung im Grundschulalter und die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz.

Erdogan: „Ihr werdet sehen, Deutschland wird keine Regierung bilden können“

Auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte in der Thematik ordentlich mitgemischt. Nach seiner Einschätzung wird  in absehbarer Zeit keine Regierung gründen können: „Ihr werdet sehen, sie werden keine Regierung bilden können. Das wird Ihnen einige Monate in Anspruch nehmen“, so Erdogan noch vor einigen Wochen. Parteien hätten sich zu sehr auf die fixiert: „Warum versucht ihr uns in einer Wahl zu benutzen, die in Deutschland abläuft?“

„Auch Niederlande hatte das Problem“

Weiter sagte Erdogan, dass auch die Niederlande gegen die Türkei gehetzt hätten: „Noch immer hat die Niederlande keine Regierung bilden können. […] Sie , dass sie punkten können, wenn sie gegen die Türkei hetzen. Sie , dass sie dann etwas erreichen. Seht her, ihr könnt damit nichts erreichen.“

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dpa/dtj