Tayyip Erdoğan: „Baut keine Skulpturen von mir“

Der AKP-Vorsitzende und türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat Bürgermeister seines Landes kritisiert, die Skulpturen seiner Person in den Städten aufstellen. Seit einigen Tagen sorgen mehrere Erdoğan-Skulpturen für Aufregung unter gläubigen Türken. Dabei geht es nicht um die Ästhetik dieser Bauwerke, sondern um einen traditionell-religiösen Aspekt. Gläubige Muslime verstehen Skulpturen einer Person nämlich als Götzenanbetung und sehen diese damit als islamisch verboten an. Derzeit stehen in jeder türkischen Stadt meist große Skulpturen des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Auch diese werden von vielen Gläubigen nicht gutgeheißen. 

So sorgen die neuen Erdoğan-Skulpturen unter diesen Leuten für große Aufregung. Eines dieser Skulpturen stand in Şanlıurfa. Dort war die Skulptur des Präsidenten mit ausgestreckter Hand zu sehen. Er sollte symbolisch dafür stehen, dass Erdoğan die Putschisten vom 15. Juli 2017 stoppt. 

 

Nun hat sich der Staatspräsident persönlich zu diesem neuen Trend geäußert. In seiner Rede vor den AKP-Ortsvorsitzenden sagte Erdoğan, dass die Skulpturen ihn sehr traurig gemacht haben: „Das widerspricht unseren Werten“, so Erdoğan: „Ich möchte nicht, dass meine Skulpturen gebaut werden. Ich bitte diese Leute, einen solchen Fehler nicht mehr zu begehen.“ Stattdessen sollten sie sich Dingen widmen, die der Bevölkerung zugute kämen, so Erdoğan.   

Quelle: Foursquare:Ismet A

Einige der Skulpturen seien bereits wieder demontiert worden, nachdem der Präsident diese Kritik äußerte, wie türkische Medien berichten. 

Anzeige: