Erneut hat es Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften auf dem Tempelberg in Jerusalem gegeben. Dazu kam es, nach dem Palästinenser Israelis am Betreten der den Muslimen heiligen Anhöhe zu hindern versuchten. Ein Polizist und ein jüdischer Jugendlicher wurden bei den Zusammenstößen leicht verletzt, neun Palästinenser festgenommen.

Bereits am Sonntag war die Polizei in die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg eingedrungen und hatte während des Morgengebets drei Jugendliche festgenommen. Der Präsident der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Mehmet Görmez, verurteilte das Vorgehen in einer schriftlichen Erklärung scharf. Auf dem Plateau des Tempelbergs stehen der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee, zwei zentrale Heiligtümer der Muslime.

Der Tempelberg untersteht heute der islamischen Waqf-Stiftung. Nur Muslimen ist es erlaubt, dort zu beten. Rechte jüdische Organisationen wollen dieses Recht auch für Juden durchsetzen. Bei dem Besuch von radikalen Juden hat es in der Vergangenheit immer wieder blutige Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gegeben.

Zu bestimmten Anlässen wie aktuell zum jüdischen Neujahrsfest (Rosch Haschana) wird die Anhöhe aber auch für jüdische Besucher geöffnet. Die Muslime empfinden dies als Provokation. (dtj/dpa)