Ein Bundeswehrsoldat mit seinem UN-Helm im Camp im malischen Gao. Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Bundeswehr prüft nach dem Selbstmordanschlag auf deutsche Blauhelme in Mali ein im Internet verbreitetes Bekennerschreiben der islamistischen Terrorgruppe JNIM. Was Al-Kaida damit zu tun hat.

Die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Dienstag in Berlin. Bei dem mit einer Autobombe verübten Anschlag auf eine Patrouille der UN-Truppe Minusma waren zwölf deutsche und ein belgischer Blauhelm verletzt worden.

Am Vortag hatte der „Spiegel“ berichtet, dass sich die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Miliz JNIM zu der Tat bekannt und im Internet auch ein Foto des mutmaßlichen Angreifers verbreitet habe. Eine Unterorganisation von Al-Kaida hatte zuvor schon der BND-Chef Bruno Kahl als wahrscheinlichen Urheber der Tat bezeichnet.

„Angriffe auf Besatzer fortgesetzt“

In dem Internetposting nahm die Terrorgruppe laut „Spiegel“ Bezug auf mehrere Anschläge gegen internationale Soldaten in Mali. „Während der französische Präsident die Okkupation der Muslime in Mali neu aufstellt, haben unsere Kämpfer ihre Angriffe auf die Besatzer fortgesetzt“, heiße es in dem Bekennerschreiben.

Die von Al-Kaida abstammende Gruppierung „Jamaat at Nusrat al Islam wa-l-Muslimin (JNIM)“ ist im Norden Malis seit Jahren aktiv.

dpa/dtj